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Ökumenische Andacht eröffnete Mai-Kundgebung

Vor der Johanniskirche am Markt in Hagen (von links): Bürgermeisterin Brigitte Kramps, Dechant Dieter Osthus, DGB-Vorsitzender Jochen Marquardt, Superintendent Bernd Becker

Vor der Johanniskirche am Markt in Hagen (von links): Bürgermeisterin Brigitte Kramps, Dechant Dieter Osthus, DGB-Vorsitzender Jochen Marquardt, Superintendent Bernd Becker

Mit einer ökumenischen Andacht in der Johanniskirche am Markt in Hagen wurde in diesem Jahr bereits zum vierten Mal die Kundgebung zum 1. Mai eröffnet.
„Am heutigen Sonntag müssen wir als Kirchen an der Seite derjenigen stehen, die gegen das gebeugte Recht protestieren, die gegen Unterdrückung aufstehen, die das Unrecht, das sie sehen beim Namen nennen. Das tun wir heute gemeinsam mit den Gewerkschaften“, sagte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hagen, Bernd Becker.
Der „Tag der Arbeit“ mahne auch zur Erinnerung an die Menschen, die ohne Arbeit seien, führte er weiter aus.
 
   Dechant Dieter Osthus beklagte den zunehmenden Egoismus in der Gesellschaft und setzte sich für christliche Werthaltungen ein. Aus dem Evangelium heraus müsse die Arbeitswelt stärker durchdrungen werden.
Der DGB-Vorsitzende Jochen Marquardt griff die (Un)Gerechtigkeit bei der Verteilung der Güter in unserer Gesellschaft auf. Dabei berief er sich auf den Münchener Erzbischof Reinhard Marx und dessen Buch „Das Kapital“ – für Menschlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit. Dass die Schere zwischen Reichtum und Armut immer weiter auseinandergeht – auch weltweit - , davon seien besonders Kinder, alte Menschen und Frauen betroffen, so Marquardt.

„So sind Kirchen und DGB gefordert, für mehr Verantwortung in der Gesellschaft einzutreten“, sagte der DGB-Vorsitzende.
Die Themen Mindestlohn und Umweltverantwortung, gerade auch nach den Ereignissen in Japan, werden das Aktionsbündnis sozial-gerechtes-hagen von Ev. und kath. Kirche sowie dem DGB nach dieser Maikundgebung auch weiter begleiten.